Wie ökologisch sind Shrimps aus der Schweiz?

In Rheinfelden steht die erste Shrimp-Farm der Schweiz. Sie nutzt die Abwärme der Rheinsalinen. Damit kommen ab Frühjahr 2019 in der Schweiz erstmals Shrimps auf den Markt, die nicht importiert wurden. Die Hochschule für Technik FHNW hat die Ökobilanz des Projekts untersucht und Optimierungen vorgenommen.

Die Tierchen wachsen nicht in tropischen Gewässern heran, sondern in Industriehallen der Swiss Shrimp in Rheinfelden. Das ist aufwendig, denn die Krustentiere brauchen warmes Wasser. Wie ökologisch ist diese Art der Produktion fernab von Meer und Tropenklima? 

Ein Forschungsteam um Michael Bösch von der Hochschule für Technik FHNW hat die Ökobilanz für die Schweizer Shrimps erstellt und geprüft, wie sich diese allenfalls noch verbessern liesse. 
Insgesamt stellen die Forschenden der Rheinfelder Indoor-Produktion eine gute Note aus. Besonders positiv zu Buche schlägt der Umstand, dass statt fossiler Energie die Abwärme der Rheinsalinen genutzt wird. Verbessern liesse sich die Ökobilanz allerdings, wenn das proteinreiche Futter aus nachhaltigeren Quellen stammen würde und die Shrimplarven nicht mit dem Flugzeug aus Miami kämen, sondern per Lastwagen aus Europa. 

Weitere Vorteile gegenüber Shrimps aus tropischen Produktionen sind, dass unter den kontrollierten und hygienischen Bedingungen in den Tanks keine Antibiotika eingesetzt werden müssen und es zu keiner Abholzung oder Überdüngung der Mangrovenwälder kommt.