Staus, verstopfte Strassen und übervolle Parkplätze – so sieht der Alltag in vielen Schweizer Städten aus. Mit dem gemeinsam genutzten, elektrisch betriebenen Minitransporter smargo will die Mobilitätsakademie AG des TCS den innerstädtischen Verkehr entlasten und gleichzeitig die Umwelt schonen. Privatpersonen nutzen den elektrischen Flitzer schon rege. Warum das Gefährt auch in der urbanen Logistik immer attraktiver wird, das haben Forschende der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW herausgefunden. Ihre Erkenntnisse überraschen.
Manche Industriebetriebe wissen nicht genau, ob ihr Abwasser schädlich für die Umwelt ist. Enthält es unbekannte Substanzen oder Stoffmischungen, die schwer abbaubar und giftig sind? Forschende des Instituts für Ecopreneurship der Hochschule für Life Sciences FHNW haben eine Methode entwickelt, die diese Frage zuverlässig beantwortet. Sie unterstützen die Betriebe auch dabei, ihr Abwasser kostengünstig und umweltfreundlich zu behandeln, damit es unbedenklich in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden kann.
Verpackungsmüll aus Styropor landet oft in der Umwelt. Das Material zerfällt leicht in kleine Plastikpartikel, die durch Wind und Wasser verbreitet werden. Es wird nicht biologisch abgebaut und kann Hunderte Jahre im Boden verbleiben. Forschende der Hochschule für Technik FHNW entwickeln deshalb gemeinsam mit Schweizer Firmen eine nachhaltige Alternative für Verpackungen. Der Clou dabei: sie besteht aus Pilzen.
Smartwatches gehören für viele Menschen längst zum Alltag. Die kleinen Computer am Handgelenk messen mit Sensoren verschiedene Gesundheitsdaten, wie unzählige andere eHealth-Tools auch. Doch in der Flut digitaler Gesundheitsanwendungen fällt die Auswahl des passenden Instruments oft schwer. Christine Jacob und ihr Forschungsteam an der Hochschule für Wirtschaft FHNW haben eine Lösung für dieses Problem entwickelt: ein innovatives Bewertungssystem für eHealth-Instrumente. Im Gespräch erzählt die Digital- Health-Expertin, wie das System funktioniert und welchen Nutzen es für unser Gesundheitssystem hat.
Das Flugzeug ist nach dem Schiff das sicherste Verkehrsmittel, gemessen an der Zahl der Todesopfer pro zurückgelegten Kilometer. Doch die Europäische Union möchte das Risiko von Abstürzen und Unfällen auf null senken. Forschende des Instituts für Wirtschaftsinformatik der FHNW entwickeln deshalb automatisierte Methoden, mit denen sich Schwachstellen in der Computersoftware von Flugzeugen aufspüren lassen.
Neueste Gepäckröntgengeräte nutzen Computer-Tomografie und künstliche Intelligenz, um verbotene Gegenstände automatisch zu erkennen. So können Sicherheitskontrollen effizienter ablaufen, da Flüssigkeiten und Laptops im Gepäck bleiben dürfen.
Kaum ein Gartengerät wird häufiger benutzt als die Giesskanne. Doch oftmals ist sie unhandlich und schwer. Dies soll sich mit einem Abschlussprojekt des Studiengangs Industrial Design der FHNW ändern: Eine Kanne geformt wie ein Rad erleichtert die Gartenarbeit auch für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen.
Mit der Alterung der Gesellschaft steigt auch der Bedarf an Pflege und Betreuung durch Angehörige. Viele Arbeitnehmende stehen vor der Herausforderung, ihre beruflichen Pflichten mit der Pflege und Betreuung von geliebten Personen zu vereinbaren. Darauf muss auch die Arbeitswelt reagieren. Ein Team der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW unter der Leitung von Thomas Geisen und Sibylle Nideröst hat in über 400 Schweizer Betrieben eine Bestandsaufnahme gemacht – mit teils ernüchterndem Ergebnis.